Der interdisziplinäre Studien- und Forschungsschwerpunkt "Transformation Studies"

Die Transformation Studies bilden einen fächerübergreifenden Studien- und Forschungsschwerpunkt an der Philosophischen Fakultät, der seit 2001 an der Leibniz Universität Hannover besteht.

Das Studium der außereuropäischen Gesellschaften steht im Zentrum der Lehre und Forschung. Die Besonderheit des interdisziplinären Schwerpunktes "Transformation Studies" liegt in der Kombination klassischer Fachdisziplinen (Anglistik/ Amerikanistik, Geschichte, Hispanistik/ Romanistik, Soziologie/ Kulturanthropologie und Religionswissenschaft) mit den regionalen Schwerpunkten Afrika und Lateinamerika/Karibik. Auf die Wechselbeziehung zwischen diesen Regionen und Europa wird dabei großer Wert gelegt. Im Mittelpunkt unserer wissenschaftlichen Arbeit steht die Beschäftigung mit aktuellen Themen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert (Multikulturalität/Ethnizität, kulturelle Repräsentationsstrukturen und Symbolisierungsprozesse, Transformation von Geschlechterverhältnissen, Translokale Räume und Prozesse, Global Communities und Cities, Internationalisierung von Problem- und Konfliktfeldern, Migration/Flucht, "Glokalisierung", Prekäre Staatlichkeit, Nord-Süd-Asymmetrie, Rechtspluralismus, Differenz und Konflikt, (Un)freie Arbeitsverhältnisse in kolonialen und postkolonialen Gesellschaften), Transnationale (Solidaritäts-)Bewegungen. Die interdisziplinäre Arbeitsweise von "Transformation Studies" legt den Fokus auf Veränderungen in Ländern des Südens und thematisiert durch diesen "Blick nach außen" das Wechselspiel von Transformationen in der "Peripherie" und im "Zentrum" (Norden). Ausgangspunkt ist dabei die Erkenntnis, dass die gesellschaftlichen Prozesse im eigenen Land nur im Zusammenhang mit ihrer internationalen Bestimmung und Einbettung adäquat zu erfassen sind und die Analyse globaler Zusammenhänge zur Erhellung lokaler Transformationsprozesse von großer Bedeutung ist. Dabei wird auf die Diskussion und Weiterentwicklung von Erklärungsmodellen wie Abhängigkeit und Dritte-Welt-Ansatz, Modernisierungstheorie und neueren Ansätzen der Globalisierungsforschung im Dialog mit den außereuropäischen Akteuren und mit Blick auf die internationale Komparatistik Wert gelegt. Auf diese Weise sollen die fächerspezifischen Erkenntnisse und Forschungen gebündelt und die systematische Erörterung der Einzelergebnisse durch übergeordnete Fragestellungen ermöglicht werden.

Der Schwerpunkt wird von einem Vorstand geleitet, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der beteiligten Fachgebiete vertreten sind. Prof. Dr. Wolfgang Gabbert (Institut für Soziologie) ist der Sprecher des Vorstandes.

Kontaktadresse:

Koordinationsbüro
"Transformation Studies"
Koordinator: Harald Barre, M.A.
Leibniz Universität Hannover
Historisches Seminar, Raum B 120
Im Moore 21, 30167 Hannover
Tel.: (+49) (0)511-762 5735 oder Sekretariat (+49) (0)511-762 3887
Fax: (+49) (0)511-762 4479
harald.barrehist.uni-hannover.de

Raum B120

Sprechzeiten: montags 14-15 und 17-18 Uhr

 

PD Dr. Ulrike Schmieder ist vom 1.4.2012-30.9.2013 von der Tätigkeit als Koordinatorin beurlaubt, um das DFG-Projekt „Handlungsstrategien ehemaliger Sklaven und Sklavinnen in Kuba und Martinique nach der Abschaffung der Sklaverei“ durchzuführen.

Letzte Änderung: 10.04.2012
 
Verantwortlich Koordination